11 Okt

Lieferengpässe bei EHV – Impfstoffen

Dr. med. vet. Karl-Heinz Salzbrunn
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Seit Ende 2015 gibt es in Deutschland Lieferengpässe bei Herpesimpfstoffen. Equiq EVH 1,4 und Prevaccinol waren bis jetzt nicht verfügbar. Beide Impfstoffe werden möglicherweise erst Ende 2016 wieder Lieferbar sein. Die Hersteller können jedoch noch keine verbindlichen Zusagen dahingehend machen, wann wieder ausreichende Mengen an zugelassenen EHV-Impfstoffen auf dem deutschen Markt verfügbar sind. 

Das Herpesvirus verursacht je nach Stamm entweder schwere Atemwegserkrankungen, Fehlgeburten bei tragenden Stuten oder neurologische Ausfallerscheinungen. Die EHV-1-Infektion wird als Tröpfcheninfektion über direkten Pferdekontakt, aber auch durch verunreinigte Gegenstände und Personen auf andere Pferde übertragen. Die Symptome sind Fieber, Nasenfluss, Husten oder Ataxie.

Herpeserkrankungen sind in der Regel Einzelfälle, können jedoch auch mehrere Pferde im gesamten Bestand betreffen. Wie im Juli 2016 in Hessen, wo in einem Betrieb 25 Pferde erkrankt waren, wovon zehn leider eingeschläfert werden mussten. 

Das Virus ist außerhalb des Pferdekörpers nur sehr kurze Zeit überlebensfähig. Die Isolation der erkrankten Pferde und Stallhygiene können die Ausbreitung eindämmen. Im betroffenen Bestand sollten bei allen Tieren täglich die Körpertemperatur und das Allgemeinbefinden kontrolliert werden. Bei Verdacht auf Herpes sollte das Pferd unverzüglich isoliert und der Tierarzt informiert werden.

Experten-Tipp!

Wenn Sie mit Ihrem Pferd viel unterwegs sind, ob auf Turnieren oder Wanderritten, sollten Sie stets die eigene Ausrüstung (Eimer, Halfter, Stricke, Putzzeug, Decken usw.) benutzen. Lassen Sie zudem das Pferd nicht aus dem gemeinsamen Tränken trinken und nur aus dem eigenen Eimer fressen. Bei aktuellen Herpesfällen in der Region sollte auf Reisen verzichtet werden.

Gelesen 848 mal Letzte Änderung am Montag, 09 Januar 2017 10:05

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